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BASALTTHEATER

Es spielen:
Natalie Müller und Livia Studer,
Kurt Wegmüller und Peter Wyss.

Akkordeon: Heidi Gürtler
Kostüme, Design: Simone Seiterle
Bühne: Alfi Marti
Regie: Jörg Jermann

www.basalttheater.ch

 

Tickets online kaufen oder bestellen über welcome@basalttheater.ch

Tickets: alle Fr 30.00

 

2. und 9. Dezember 2022 (19:00 Uhr) / Türöffnung: 18:30 Uhr

Julia und Jana, John und Joe

Zwei Einakter über Randständige.

Die Einfachheit der Gespräche im Alltag und die Hintergründigkeit in den Monologen ermöglicht es, in beiden Stücken tiefere Zusammenhänge zu sehen und auf die Frage nach dem Sinn von Eigenwilligkeit und Originalität zu schauen, die bei uns in der Gegenwart und in verschiedenen Bereichen von einer gewissen Konformität verdrängt werden.

«Julia und Jana» von Jörg Jermann
Zwei jüngere und etwas skurrile Frauen begegnen sich ultimativ. Julia, etwas behindert, von Dorf und Familie verachtet und geplagt, wird von Jana, einer artifiziellen Gestalt, liebevoll abgeholt. Jeder kann in sein Verlies und Urzimmer zurückgeworfen werden. Julia Zimmerli wird schon als Kind die Übergescheite genannt. Ihre Begabung ist einseitig. Ihre Eigenwilligkeit und Phantasie kontrastieren mit ihrer vermeintlichen Geistesschwäche und Beeinträchtigung. Sie sieht Dinge, welche die anderen nicht sehen, flüchtet in Märchen. So schliesst sie sich aus und wird ausgeschlossen. Sie probt in ihrer Einsamkeit oft eine Art Auftritt vor Publikum. Sie imaginiert und versucht eine Vergangenheitsbewältigung. Sie liebt Musik. Und das Akkordeon begleitet sie.

«John und Joe» von Agota Kristof
John und Joe sind zwei Männer, die sich täglich im Café mit einer Musikerin treffen. Die knappen Gespräche und die Akkordeonistin lassen viel Raum für Ungesagtes und Unsagbares. Die beiden erinnern an Becketts Wladimir und Estragon, aber sie sind im sozialen Alltag unserer Realität. Manchmal sind sie ein bisschen wie wie Laurel und Hardy, manchmal verbreiten sie Freude oder Trauer über die Welt wie der weisse und der bunte Zirkusclown. Sie sitzen zusammen und sind doch jeder für sich. Jeder kleine Dialog birgt Fallstricke und Glücksmomente. Jedes Gespräch ist auch ein Ritual, jedes Treffen der beiden ist geprägt von der Macht der Gewohnheit. Die Freundschaft wird auf eine Probe gestellt, aber sie bewährt sich. Die Freude an der Sprache eint sie.

Ihr Titel

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